Liebesgrüße aus dem Kühlschrank

Ulm im Spätherbst 2015.
Meine emotionales Befinden bewegt sich irgendwo zwischen massiver Unterkühlung und Gefrierbrand.
Verfluchter Sommer!
Du warst in vieler Hinsicht einfach zu perfekt und hast uns alle auf deine verführerische Art und Weise geblendet.
Hast uns im Glauben lassen, dass der erneute, totale Umbruch eines Teams eine Nebensächlichkeit sei die – unterstrichen durch die Erfolge der Preseason – zum Alleingänger wird.
Harmonie und Talent können eine süße Versuchung sein. Ein Köder, den der Fan zu gerne schluckt und in ihm den Nährboden für hoch angesiedelte Hoffnungen und Träume findet.
Anspielungen des Vereins, die uns Tagträumern indirekt in die Karten spielten, ließen ernsthaft und voller Überzeugung an eine glorreiche Saison glauben.
Spätestens als Per Günther und seine Mannen den Münsterplatz in orange tauchten, verstummte auch der letzte Kritiker vorerst, um an diesem Tag den letzten, tiefen Atemzug eines Jahrhundertsommers zu genießen.
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