Ein Nachruf auf einen der wohl schönsten Tage der Ulmer Basketball Neuzeit

Sonntage.
Man lebt sie in der Regel im niederen Drehzahlbereich, beinahe andächtig und den Regularien der eigenen Erziehung entsprechend in schwäbisch gelassener Ruhe.
Sie stehen selten für Momente ausgelassener Emotionen, respektive der gelebten Ekstase.
Oft betitelt als „Familientag“ in einer beinahe unantastbaren Heiligkeit fristet er sein – durchaus berechtigtes – Dasein im Wochenkalender.
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Ihr wollt alles? Dann gebt alles!

Zeit aus der Deckung zu kommen.
Zeit das Schweigegelübde aufzuheben, welches ich mir in einer wundervollen Mischung aus Erfurcht vor der erbrachten Leistung und schwäbischem Aberglauben selbst auferlegt habe.
„Bloß nix verschreia!“

Nach 11 Spieltagen sehen wir uns einer bittersüßen Situation gegenübergestellt.
Wir wandeln auf einem Siegespfad, der an den ursprünglich angesetzten Zielen beinahe arrogant vorbeiführt.
Kurskorrektur in Richtung Maximalziel!
Zunehmend schwerer gestaltet sich die Verdrängung der Begehrlichkeiten; auf den Rängen sowohl als auch auf dem Spielfeld.
Wir Fans beginnen zu schwärmen.
Von der einen, magischen Saison, die am letzten Spieltag mit der ultimativen Krönung der erbrachten Leistung endet ohne dabei den Blick auf einen Gegner richten zu müssen, der doch den einen Tick besser gewesen war.
Einmal ganz oben stehen.
Wer hätte vor dem Beginn der Saison davon zu träumen gewagt?
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