Ihr wollt alles? Dann gebt alles!

Zeit aus der Deckung zu kommen.
Zeit das Schweigegelübde aufzuheben, welches ich mir in einer wundervollen Mischung aus Erfurcht vor der erbrachten Leistung und schwäbischem Aberglauben selbst auferlegt habe.
„Bloß nix verschreia!“

Nach 11 Spieltagen sehen wir uns einer bittersüßen Situation gegenübergestellt.
Wir wandeln auf einem Siegespfad, der an den ursprünglich angesetzten Zielen beinahe arrogant vorbeiführt.
Kurskorrektur in Richtung Maximalziel!
Zunehmend schwerer gestaltet sich die Verdrängung der Begehrlichkeiten; auf den Rängen sowohl als auch auf dem Spielfeld.
Wir Fans beginnen zu schwärmen.
Von der einen, magischen Saison, die am letzten Spieltag mit der ultimativen Krönung der erbrachten Leistung endet ohne dabei den Blick auf einen Gegner richten zu müssen, der doch den einen Tick besser gewesen war.
Einmal ganz oben stehen.
Wer hätte vor dem Beginn der Saison davon zu träumen gewagt?

Sicher, die Qualität, die Tiefe unseres Kaders ließ von Anfang an keinen Zweifel daran, dass ratiopharm Ulm diese Saison ein Wörtchen in der Diskussionsrunde der großen Nummern der Liga mitzureden hat.
Aus einem vorsichtig vorgetragenen Wort ist jedoch nun ein ernsthaftes Statement geworden.
Getragen von der nach außen deutlich sichtbaren Geschlossenheit innerhalb eines Teams, das scheinbar keine Einzeldarsteller zu kennen vermag, sehen wir uns erstmals auf absoluter Augenhöhe mit den Titelaspiranten der Liga.
Jeder kann ihn spüren, diesen gewissen Spirit den nur ein Team verbreitet, das in sich selbst absolut harmonisch und vom Hunger nach Erfolg getrieben ist.
Das Lächeln auf dem Spielfeld ist zurück gekehrt!
Unsere „Neuen“ komplettieren mit ihrer uneigennützigen, teamdienlichen Art einen Kader, der sich durch das Erreichen der letzten Finals sowohl den Respekt, als auch einige Sympathien in der Liga verdient hat.
Ja, ich spreche es jetzt aus – WIR SIND REIF FÜR EINEN TITEL!
Weil wir ihn verdienen.
Weil dieser Sport einen Ausbruch aus den gewohnten Storylines benötigt.

Dabei verbanne ich die handelsüblichen Hinweise auf höhere Etats der Konkurrenz oder die Qualität ihrer Einzelspieler.
Zählt alles nicht mehr!
Man steht nicht ungeschlagen neben Bamberg an der Spitze der Liga, weil einem – wie es der Schwabe gerne sagt – der Rotz die Backen hoch gelaufen ist.
Es ist, war und bleibt das Ergebnis harter Arbeit, die bereits zu Beginn der letzten Saison aufgenommen wurde.

Morgen steht uns in Form von Bamberg die wohl eine der größten Hürden auf dem Weg zur absoluten Glückseligkeit bevor.
Es gilt, das zaghafte Klopfen an der Tür zur Meisterschaft einzustellen und selbiger einen derartigen Tritt ins Furnier zu verpassen, das sie unter massivem Beben bereitwillig für uns aufspringt.
Es gilt einen Verein zu schlagen, der uns allzu oft einen Stoß ins Herz verpasst hat.

Oft habe ich euch darum gebeten, auf den Rängen alles zu geben, die Gesundheit eurer Stimmbänder aufs Spiel zu setzen.
Für den morgigen Tag bitte ich euch nur um eines.
Lasst euer Herz für euch sprechen!
Lasst der emotionalen Anspannung die ihr die letzten Tage mit euch tragt freien Raum und feiert euer Team wie ihr es noch nie getan habt!
Lieber Bänker, Versicherungsmakler oder Firmeninhaber – Es ist keine Schande, kein Makel das Glas in der VIP Sektion beiseite zu stellen, um unser Team mit beiden Händen zu supporten!
Liebe Trommler – die Blasen an den Händen sind schneller vergessen als die Freude an einem Sieg!
Die Orange Zone muss morgen beweisen, dass sie nicht wegen des günstigeren Eintritts ins Leben gerufen wurde, sondern weil wir für unser Team stehen!

Lasst Bamberg durch die Hölle gehen!
IHR TRAGT EUREN TEIL ZUR GESCHICHTE BEI!

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