Montagsfrust – Ein Quickie gegen die Willkür

Wenn ich nicht gerade damit beschäftigt bin, einen Ring nach Mordor zu tragen oder versuche einem gewissen „Edward“ beizubringen, sein affiges Gefunkel im Sonnenlicht einzustellen, bevor ihm Blade die Milchhaut vom Hintern prügelt, dann beschäftige ich mich in aller Regel am Montag Abend mit der Analyse des letzten Spieltages.
Bis vor etwa einer Stunde war meine Zielsetzung noch, mich um unseren – zugegebenermaßen sympathischen – Gegner des vergangenen Spieltages zu kümmern.

Rasta Vechta – ich schulde euch eine Aufarbeitung des Spiels gegen Ulm.

Noch bevor ich die ersten Zeilen oder Buchstaben in mein Keyboard hämmern kann, huscht eine Meldung auf Facebook an meinen Augen vorbei, die ich als durchaus interessant, aber zunächst nicht mit dem Potential massiver Kopfschüttelattacken behaftet sehe.

Der Nachholtermin für das Spiel Bamberg vs. Ulm steht fest.
Er fällt auf den 26.03.2014.

Die Kombination 26 und 3 löst bei mir sofort eine Kackofonie von Flüchen aus, die ich aus Respekt vor meinen, mit mir im Büro sitzenden Kollegen jedoch nur geistig ausstoße.
Wie zur Hölle kommt die BBL bzw. deren Vorstand auf die Idee, eine derart intensive Begegnung auf den Mittwoch vor dem TOP4-Wochenende zu legen, obwohl beide Vereine bereits einem anderen Termin in gegenseitigem Vernehmen zugestimmt hatten?
Das kann doch nur das Ergebnis einer verspäteten Büttenrede des Hofpraktikanten der BBL sein:
„Bamberch und Ulm müsse noch spiele,
wie wär´s wenn des ganz dämlich fiele,
mir nemmet den Mittwoch in der Woche,
wo beide sich Zwecks TOP4 scho kloppe!
Und wenn´s den beiden garned schmeckt,
wird den Bayern der Titel zugesteckt!“
TÄTÄ…TÄTÄ…

Nein, das sind natürlich nur wirre Gedanken, die meinem Dopamin durchtränkten Großhirn geschuldet sind.
Herr Pommer rechtfertigt die Wahl des Termins aus einem weitaus lächerlicheren Grund.
Das magische Zauberwort wird „Chancengleichheit“ genannt.
Schließlich müsse der FC Bayern und die Berliner ja in der Woche auch international antreten.

Da stellt sich mir sofort die neckische Frage, was passiert wäre, wenn ein Nachholtermin gar nicht von Nöten gewesen wäre!
Gott bewahre! Ich sehe es beinahe bildlich vor mir, wie Ulm und Bamberg ihre jeweiligen Halbfinale mit zusammengeknoteten Turnschuhen bestreiten müssen, um die Mehrbelastung des Gegners zu kompensieren.
Ferner werden beide Mannschaften dazu gezwungen, ihre Teambesprechungen im Pure Platinum abzuhalten. KONZENTRATION MEINE HERREN!

Herr Pommer, wo findet sonst eine Anpassung der Ausgangssituation statt? Nirgends!
Aber wenn wir gerade dabei sind – Ich hätte da ein Bonus-System für Ulm anzubieten.
Für die Chancengleichheit  innerhalb der Liga bitte ich um umgehende Regelung bei folgendem Personal und in Form von

Tommy Mason Griffin (Achillessehne) – Anton Gavel spielt ab sofort gegen Ulm nur noch mit Reiszwecken in den Schuhen.

Philipp Schwethelm und Keaton Nankivil (Schulter) – John Bryant darf gegen Ulm nur mittels Windmill-Dunk punkten. Chevon Troutman wird der Zopf abgeschnitten. (Das reicht mir schon).

Cameron Long (Knie) – Heiko Schaffartzik wird zurück nach Berlin gewechselt, wo er seinen Teamkollegen sein neues „Mia san Mia – My friend Uli“ Tattoo präsentieren muss.

Alles saudämliche Ideen, die aber der Entscheidung der BBL ebenbürtig sind!

Sorry Freunde, das hat raus müssen!

WIR BALLERN SIE TROTZDEM AUS DER ARENA!

Euer Heckenschütze

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