Schatz, ich bin kurz vor Bayreuth…

Weihnachten – Zeit der Ruhe und Besinnlichkeit, der Wünsche und Hoffnungen.
Das perfekte Momentum um in sich zu gehen, tief in sich hinein zu horchen.

Wenn es um  Basketball geht, verlasse ich mich bei dieser Art der Körperbefragung gerne auf meine Emotionszentrale knapp oberhalb der Gürtellinie.
Ich blogge sozusagen aus dem Bauch heraus, um meine Gefühlslagen und Einschätzungen mit Euch zu teilen. Seit Wochen kämpfe ich verzweifelt damit die schwachen Signale aus meinem Futterbeutel zu deuten, um ein realistisches Bild  der Ulmer Mannschaft und dessen Potential zu gewinnen. „Schatz, ich bin kurz vor Bayreuth…“ weiterlesen

Lieber Basketballgott…

.. du bist ein Drecksack!

Religionsstifter aller Völker und Glaubensrichtungen beruhigt euch.

Mein Affront ist nicht an den allmächtigen und alleinherrschenden CEO of Heaven gerichtet. Ziel ist vielmehr einer seiner Lakaien aus der Verwaltungseinheit Sport, Abteilung “Ballsportarten mit B“.
Ja, genau DU bist gemeint!
Du, der uns nunmehr seit Jahren mit gefälligem Grinsen von oben herab mit der Verletzungsseuche plagst.
Der uns Jahr für Jahr der Illusion einer vollständig gesundeten Mannschaft beraubst und uns in den entscheidenden Momenten einen Stock zwischen die Speichen des Glücksrads rammt.
Auch zu Beginn dieser Saison scheinst du jede Menge Freude in deinem Treiben zu finden.

Aber alles der Reihe nach… „Lieber Basketballgott…“ weiterlesen

Playoffs 2014 – Ein zu kurzes Vergnügen

Aus, vorbei, Schluss!

Zwischen der Hoffnung auf eine Fortführung des Playoff Märchens und dessen definitivem Ende liegen nicht einmal 48 Stunden.
Die Saison kann nicht vorbei sein. Nicht so, nicht hier, nicht jetzt!
Der Blick auf die Anzeigetafel scheint uns Recht zu geben.
0,7 Sekunden Spielzeit prangen, noch weit nach dem Spielende auf der Videoleinwand und sind Sinnbild unserer Gefühlslage.
Uns fehlt die letzte Chance, ein letzter Angriff oder besser – ein letztes Wunder auf den Sieg!
Die Zeit des Hoffens und Bangens ist jedoch vorbei. „Playoffs 2014 – Ein zu kurzes Vergnügen“ weiterlesen

TOP 4 in Ulm – Ein Rückblick

Der Schmerz, der uns am gestrigen Tag zugefügt wurde ist noch nicht ganz abgeklungen.
Zumindest die innere Leere, die mich nach dem Ende des Finales übermannte, hat mittlerweile das Duell gegen die vielen emotionalen und sportlichen Highlights verloren.
Der Frust über den knapp verpassten Titel findet Trost im Wissen, dass Ulm auf allen Ebenen einen sensationellen Auftritt hingelegt hat. „TOP 4 in Ulm – Ein Rückblick“ weiterlesen

Mein letzter Wille… vor dem Wochenende

Wenn in hundert Jahren irgendjemand meinem Grabstein einen Besuch abstatten sollte, dann wird er hoffentlich vieles über mich zu erzählen wissen.
Vielleicht, dass ich verrückt nach Basketball war.
Möglicherweise werde ich „post mortem“ mit dem ruhmreichen Titel „Wahnsinniger“ geehrt.
Doch in einem bin ich mir ziemlich sicher.
Es wird niemand zu Fuße meiner, unter der Erde blank liegenden Knochen stehen und sagen:
„Mei, hat der am 29.03.2014 vielleicht ein Geschrei in der Arena gemacht!“

Was ich euch auf morbide Art mitteilen möchte ist relativ simpel!
Vergesst für ein Wochenende das euch selbst auferlegte Supportzölibat.
Tauscht Krawatte, Malerkittel und Blaumann gegen uniformes Orange.
Reißt euch für 48 Stunden los vom Alltag und den damit verbundenen Gedanken an Leitzinsen, Überstunden und Aufmaßzetteln.
Von Elternabenden, Lehrstellen und der nächsten Klausur.

Wenn ihr an diesem Samstag durch die Tore der Arena tretet, gibt es keinen Herr Müller vom Schalter 3 oder Frau Kessler von Kasse 5 mehr.
Ferner findet ihr euch in einer großen Ulmer Familie wieder, die zum Wohle des großen und langersehnten Ziels alle Hemmungen fallen lässt.
Tretet dem in eurem Kopf herrschenden Herr Knigge in den Hintern!
Lebt eure Emotionen und werdet eins mit der Mannschaft!
Tragt Orange nicht nur auf, sondern vielmehr in euch!
Nur so kann ein sportliches Event der Spitzenklasse zur neuen Legende „96“ werden.

BE ORANGE!
BE ULM!
BE A PART!

Montagsfrust – Ein Quickie gegen die Willkür

Wenn ich nicht gerade damit beschäftigt bin, einen Ring nach Mordor zu tragen oder versuche einem gewissen „Edward“ beizubringen, sein affiges Gefunkel im Sonnenlicht einzustellen, bevor ihm Blade die Milchhaut vom Hintern prügelt, dann beschäftige ich mich in aller Regel am Montag Abend mit der Analyse des letzten Spieltages.
Bis vor etwa einer Stunde war meine Zielsetzung noch, mich um unseren – zugegebenermaßen sympathischen – Gegner des vergangenen Spieltages zu kümmern.

Rasta Vechta – ich schulde euch eine Aufarbeitung des Spiels gegen Ulm.

Noch bevor ich die ersten Zeilen oder Buchstaben in mein Keyboard hämmern kann, huscht eine Meldung auf Facebook an meinen Augen vorbei, die ich als durchaus interessant, aber zunächst nicht mit dem Potential massiver Kopfschüttelattacken behaftet sehe.
„Montagsfrust – Ein Quickie gegen die Willkür“ weiterlesen

Jessica Alba wär mir lieber gewesen…

Es ist und bleibt ein bittersüßes Vergnügen, ein Fan von ratiopharm Ulm zu sein.
Ein leichter Hang zum Masochismus scheint durchaus von Vorteil zu sein, um unseren Helden bei ihrem Tun auf dem Parkett als Fan zur Seite zu stehen.

Nachdem wir Bonn auswärts durch einen Buzzerbeater in der Overtime bezwingen konnten, stand uns nun der Besuch der derzeitigen Überflieger aus der Hauptstadt ins Haus.
Und was für ein Höllenritt war DAS bitte wieder?
Welche höhere Macht schreibt eigentlich die Drehbücher für unsere Spiele?
Und warum kann sich selbige nicht langsam einmal dazu durchringen, das Verhältnis zwischen Messerstichen und Trostpflastern etwas erträglicher zu gestalten? „Jessica Alba wär mir lieber gewesen…“ weiterlesen

Bamberg – Es endet hier und jetzt

Montagmorgen. 16.12.2013
Der Wecker schreit mich in seiner gewohnt unnachgiebigen Art um 5:40 Uhr aus dem Bett.
Weder Uhrzeit, noch Wochentag stehen in der Regel für Freude und Glückseligkeit.
Dennoch ziert ein fettes Grinsen mein Gesicht. Meine Mundwinkel reichen gefühlt bis an die Ohrläppchen und ziehen wie von Geisterhand die letzten Falten aus dem Kissen.
Nichts, wirklich gar nichts wird mir diesen Tag verderben! „Bamberg – Es endet hier und jetzt“ weiterlesen