Vorspiel zum Derby – ACHTUNG SATIRE!

Es war die Nacht auf den vergangenen Sonntag, in der ich (vielleicht bedingt durch den Genuss einiger, knuspriger Dragon Mc Nuggets) einen seltsamen Traum hatte.
Der bereits verstorbene Heinz Sielmann, ein weltberühmter Biologe und Tierfilmer, hielt eine Rede in der ratiopharm Arena.
Seine Worte klangen ernst und betrübt.
Tiefe Sorgenfalten zeichneten sich in seinem Gesicht ab.

Ich möchte euch nun den Inhalt seiner Ansprache wiedergeben, bevor diese für immer in meinem geistigen Archivar der Kuriositäten verblasst.

„Liebe Ulmer Tierfreunde!

Bald ist es wieder soweit.
Das, in seinem Lebensraum bedrohte, Tübinger Gelbstreifen-Hörnchen verweilt auf seinem verzweifelten Beutezug durch ganz Deutschland auch bald in ihrer wunderschönen Region.
Bitte haben sie Mitleid mit diesem missverstandenen Wesen, das in seiner Gestalt und Größe fälschlicherweise oftmals mit einem Tiger verwechselt wird.
Als Fachmann versichere ich Ihnen jedoch, dass bei genauer Betrachtung die Unterschiede zu einem echten, majestätischem Tiger eklatant sind.
Erkennungsmerkmale wie beispielsweise ein zu kurzer Schwanz, sowie dünne Vorder- und Hinterbeine unterscheiden das Tübinger Gelbstreifen-Hörnchen deutlich von einer echten Raubkatze.

Zeigen Sie bitte keinerlei Furcht vor diesem zahnlosen Wesen!
Die Sprungkraft und Zielgenauigkeit dieser Spezies ist nur sehr rudimentär entwickelt. Seine nicht gerade durch Eleganz und Schnelligkeit geprägte Art der Fortbewegung gestaltet die Beutejagd zunehmend schwieriger für dieses arme Geschöpf, was den Verbleib dieser Gattung in unserer Landschaft auf längere Zeit in Frage stellt.
Deshalb wird das Tübinger Gelbstreifen-Hörnchen auch auf Schritt und Tritt von einer Art „Pflegepersonal“ bewacht, welches es sich zur Aufgabe gemacht hat, durch sein animalisches Auftreten und der Demonstration von Drohgebärden die natürlichen Feinde , wie beispielsweise Spatzen, fern zu halten und somit die vollkommene Verdrängung aus dem Lebensraum zu verhindern.
Ich gebe zu, dies ist ein verzweifeltes, scheinbar aussichtsloses Unterfangen.

Daher appelliere ich an ihr Mitleid, wenn Sie auf dieses Wesen oder das erwähnte Pflegepersonal treffen. Erfreuen Sie sich an diesem, zugegebenermaßen drolligen Wesen, solange es überregional noch Aktivitäten aufweist.
Schenken Sie ihm ein Lächeln.
Von Fütterungsmaßnahmen, respektive Aufpäppelungsversuchen möchten wir abraten. Es muss dem Tübinger Gelbstreifen-Hörnchen gelingen, von selbst wieder an genügend Stärke zu gewinnen, so dass sein Fortbestand auch über die Grenzen seines Nestes gewährleistet ist.

Daher meine Bitte – fügen sie dem Tübinger Gelbstreifen-Hörnchen nicht mehr Leid zu, als es im Sinne einer gesunden Evolutionstheorie vertragen könnte.

Besten Dank für ihre Aufmerksamkeit.“

So, oder zumindest ungefähr war mein Traum.
Was mir Heinz wohl sagen will?

DERBYTIME!

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