Nabada 2013 mit F.A.U.

Montag Morgen, 5.00 Uhr.

Nicht einmal an einem gewöhnlichen Arbeitstag schleppe ich mich um diese Uhrzeit aus dem Bett. Aber heute wird nichts gewöhnlich sein. Es ist eben kein gewöhnlicher Montag. ES IST SCHWÖMO 2013.

Erster Akt – Good bye Bauhof

Dieser beginnt um 6.30 Uhr auf dem Ulmer Baubetriebshof, der in der vergangenen Woche die zweite Heimat von Fan-Attack-Ulm darstellte.
Tatsächlich versammeln wir uns vollzählig und bis in die Haarspitzen motiviert vor unserem Themenboot und warten auf einen LKW, der unser “Heiligtum“ zur Donau transportieren soll.
In anbetracht der zu erwartenden, tropischen Temperaturen verkürzt ein mancher die Wartezeit durch die Einnahme eines ersten, isotonischen Sportgetränkes.
Plopp, Plopp!
Auf frisch geputzte Zähne schmecken die “Energizer“ zwar noch etwas gewöhnungsbedürftig, aber was tut man nicht alles für den Erfolg!
Keine 3 Schlucke später steht auch schon ein Blaumann, seines Zeichens Fahrer eines LKWs vor uns! Wir nutzen die Gunst der Stunde und wuchten gemeinsam die Bauteile unseres Bootes auf einen frisch polierten und gelb strahlenden Auflieger.
Die ganze Aktion dauert keine 10 Minuten und wir verabschieden uns nun endgültig vom Bauhof. “See you next year“, Ort der körperlichen und geistigen Qualen. Es war uns eine Freude! Unser Blut, Schweiß und Tränen hat dein Boden zu kosten bekommen. Unser Opfer an den Gott des “Nabada“.

1012381_488455934558650_1084040625_nZweiter Akt – “Final Destination“ Donau

Der Sattelschlepper tuckert mit geschmeidigen 20km/h durch die Stadt. Unser gemeinsames Ziel ist das “Kiesbänkle“ auf der Neu-Ulmer Seite, Höhe der Eisenbahnbrücke. Dies ist der zentrale Einstiegspunkt aller Themenboote und unser Lager für die nächsten Stunden.
So schnell wie die Teile aufgeladen, sind sie auch wieder abgeladen.
Bäm! Wir sind da! Und stehen direkt vor der letzten Hürde. Startplatz 28 bedeutet auch gleichzeitig, dass sich unser Anlegeplatz an einer steilen Böschung befindet.
Wir entschließen, unser Münster und dessen Erbauer nicht dieser Böschung zu opfern, sondern alle Teile durch die Donau zu tragen. Gesagt, getan! Ein kurzer Wassercheck liefert den Wärmegrad “Instant Noddle Soup“ oder wie der Schwabe sagt “seuchwarm“.
Der Wasserstand ist auf derart niedrigem Niveau, dass sogar Gartenzwergen der Kopfsprung untersagt wurde. Und so waten wir am Ufer der Donau entlang (Oooohhh, ooohhh, o la la la) und tragen alle Bauteile auf die bereits bereitgestellten Zillen.
Es folgt die Endmontage sowie letzte schönheitschirurgische Eingriffe. Dabei sind wir so schnell, dass bereits gegen 10.00 Uhr alle Arbeiten beendet sind und wir die Korken knallen lassen können.

Dritter Akt – Warten

Was tun, wenn es gilt 6 Stunden bis zum Ablegen der Themenboote zu überbrücken? Ich sag´s euch. Wir haben Spaß! Und zwar einen ganzen Sack voll!
Wir liegen an, auf und in der Donau und genießen unser ganz eigenes Donau-Spa sowie die eine oder andere “Weizenkaltschale“.
Auch unsere Ladies erquicken sich an einem Traubensaft, den sie ROTKÄPPCHEN auf ihrem Weg zur Großmutter abgezogen haben. Wir leben wie die Götter. Ach was, für wenige Stunden sind wir Götter! Mit stolz geschwollener Brust werden die giftgrünen Biber-Shirts getragen.
Der Feuchtigkeitsgrad bestimmt den Farbton der T-Shirts und es liegt uns viel daran, diesen regelmäßig wechseln zu lassen.
Nebenbei erarbeiten wir uns den “Fürst-Pückler-Look“.
Fürst-Pückler-Eis ist bekannterweise ein Mischung aus Erdbeer-, Schoko- und Vanilleeis. Und genauso sehen wir auch langsam aus! Ein wenig braun hier, ein bisschen rot da und jede Menge Vanille im Bereich der Füße.

1044137_561829123858491_303495311_nLetzter Akt – Leinen los!

Als gegen 16.00 Uhr der Startschuss für das Nabada fällt, erschaudern wir beim Anblick der Massen von Wildbadern ein wenig. Wir wissen genau, jetzt ist Schluss mit lustig! Jetzt klatscht es! Aber keinen Beifall, sondern Wassermassen.

Die Nabada-Organisation kennt keine Gnade und schickt uns tatsächlich mitten rein in die Gummiboot und Rettungsring Orgie.
Wie hungrige Piranhas erwarteten uns die Wildbader bereits. Eine falsche Bewegung, ein unbedachter Griff zum Plastikeimer oder gar zur Wasserpistole und die Hölle würde über uns hereinbrechen. Was soll ich euch sagen? Es dauerte gefühlte 10 Millisekunden, bis die erste Ladung Wasser gegen unser Münster donnerte! Und während draußen die Schlacht tobte, wurde im Inneren des Bootes zum ersten Mal das Münster zum Einsturz gebracht und der Biber stieg aus dem Kirchenschiff empor. Ein stolzer Augenblick, der kurz darauf zur Tragödie wurde.

Die Mechanik, besser gesagt die Aufhängung des Münsterturms riss ab und unser imposanter Showeffekt war somit Geschichte! Kurz wurde getrauert. In anbetracht der erbrachten Arbeitsstunden konnte dieser Verlust auch nur schwer hingenommen werden. Aber keine Zeit für Trauer! Der Münsterturm wurde manuell ausgefahren, verankert und wir kümmerten uns nun mit voller Mannschaftsstärke um die Verteidigung des Bootes.
Und so schipperten wir die Donau hinunter. Mussten unseren Weg teilweise wie ein Eisbrecher durch das Gummiboot Meer bahnen. Ein Hagel aus Wasserbomben haben wir verteilt, aber auch ordentlich einstecken müssen.
Kurzum, es war ein toller, aber vor allem auch lehrreicher Tag für uns.
Und trotz fehlendem „special effect“ wurde unser Boot mit Platz 3 honoriert!
Wie geil ist das denn bitte?

ES WAR WAHNSINN!

FAN-ATTACK-ULM STYLE EBEN!

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